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gefühlsLOGISCHE Gedanken
von Gerhard F. Schadler

Der Glücksbringer IN MIR

Schweinchen, Schornsteinfeger, Fliegenpilze & Co. Wahrscheinlich haben auch Sie zum Jahreswechsel regelmäßig Glücksbringer erhalten. Vielleicht gehören Sie auch zu jenen Menschen, die einen persönlichen Talisman bei sich tragen. Oder Sie achten darauf, diesen bei bestimmten Ereignissen bei sich zu haben – ganz so wie es Designer Karl Lagerfeld tat, der nie ohne sein Schmusekissen, das er bei seiner ersten Flugreise als Kind bekommen hat, ins Flugzeug stieg.

Wann Glücksbringer Glück bringen
Tatsächlich haben Glücksbringer die Kraft, uns Menschen Glück zu bringen. Doch diese Kraft bekommen nur jene zu spüren, die auch an ihre wundersame Wirkung glauben. Denn nicht der Glücksbringer ist es, der wirkt. Es ist vielmehr der Glaube an seine Magie, der Wirkung zeigt.

Hilfreiche Gefühle
Wer von der Kraft seines Glücksbringers überzeugt ist, entwickelt hilfreiche Gefühle, die vorhandene Ressourcen freisetzen. So werden Leistungsfähigkeit, Selbstvertrauen, mentale Stärke und Zuversicht positiv verstärkt, sodass jene, die von ihrem Talisman überzeugt sind, gelassener durchs Leben gehen.

Deshalb konnte Lagerfeld mit seinem Schmusekissen seinen Flug entspannter genießen, kann das Schulkind mit Lieblingsstofftier im Gepäck klarer Denken (was Prüfungen leichter macht) und die Projektleiterin, die Ihre „Glücksschuhe“ in schwierigen Phasen trägt, diese souveräner meistern. Nicht umsonst weiß der Volksmund, dass Glaube Berge versetzt.

Alles Humbug
Doch auch jene, die all das für Humbug halten, brauchen auf hilfreiche Gefühle nicht zu verzichten. Denn in Wirklichkeit benötigen wir keine „abergläubischen Hilfsmittel“, um Gelassenheit – also jenen Zustand, in dem man besser funktioniert als unter Druck/Stress – ins eigene Leben zu locken.

Die Grundregel …
ist, dass unsere eigene Sichtweise IMMER dafür verantwortlich ist, wie wir uns fühlen. Denn jede Sichtweise zieht neurologische Aktionen in unserem Gehirn nach sich, die für uns als Gefühl spürbar werden.

Wer sich, sobald ein Gefühl präsent ist, die Frage stellt „Wie habe ich gerade gedacht“, wird dies direkt bestätigt bekommen. Sie entscheiden, wie Sie das, womit Sie konfrontiert werden, sehen. Hier eine Sichtweise, die Sie dabei unterstützen kann, manches gelassener zu sehen:

Wenn Unglück zu Glück wird
23.10.2002 – Der in Moskau arbeitende Wiener Geschäftsmann Robert G. bekam von einem Kollegen Freikarten für das Dubrowka-Theater. Seine Frau Taira musste an diesem Tag überraschend bis 19.00 Uhr arbeiten, sodass sie die Vorstellung nicht besuchen konnten. An diesem Abend wurde das Theater von tschetschenischen Terroristen besetzt. 130 Besucher wurden getötet.

10.3.2006 – Bakersfield/USA. Donald Batsch wird bei einem Überfall angeschossen. Bei der medizinischen Behandlung entdecken die Ärzte einen Tumor, was ihm das Leben rettete.

Durchforsten wir unsere eigene Vergangenheit, werden auch wir sehr wahrscheinlich diverse unangenehme Ereignisse entdecken, die sich im Nachhinein als Glücksfall erwiesen haben. So hat sich vielleicht Ihr Partner von Ihnen getrennt, was äußerst schmerzhaft war. Doch genau diese Trennung hat den Weg für eine wunderbare Beziehung freigemacht. Oder die Kündigung, die Sie völlig unvorbereitet traf, nur um später festzustellen, dass Ihre neue Arbeit Sie viel mehr erfüllt und glücklich macht.


Es kann natürlich auch sein, dass uns unser „Glück im Unglück“ nie bewusst wird. Wer weiß, wie vielen Unfällen wir schon entgangen sind, nur weil wir irgendwo aufgehalten wurden oder im Stau gestanden sind? Doch auch wenn wir nicht erkennen, welchen Sinn unangenehme Ereignisse haben, so können wir erfahrungsgemäß davon ausgehen, dass es (früher oder später) für irgend etwas gut sein wird. Eine Sichtweise, die Gelassenheit fördert und beruhigend wirken kann.

Eine geglückte Zeit wünscht
Der GefühlsLOGIKER

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