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gefühlsLOGISCHE Gedanken
von Gerhard F. Schadler

Frust als Quelle des Glücks

„Was in den kommenden Jahren eine besondere Schlüsselrolle spielen wird, ist die Fähigkeit, mit sich selbst achtsam umzugehen“, ist Trend- und Zukunftsforscher Matthias Horx überzeugt. In seinem „Zukunftsreport“ war deshalb auch zu lesen: „In einer überreizten, überkomplexen und immer hektischer werdenden Welt müssen wir lernen, uns auf neue Weise auf uns selbst zu besinnen.“

Eigene Bedürfnisse?

Der Alltag wird immer mehr von Terminen, Medienflut und ausufernder Hektik bestimmt. Die stetige Konzentration auf diese fordernde Außenwelt führt jedoch dazu, dass immer mehr Menschen den Bezug zu sich selbst und damit zu den eigenen Bedürfnissen verlieren. Die Vernachlässigung eigener Bedürfnisse führt allerdings unweigerlich zu Energie- und Leistungsverlust – verbunden mit äußerst unattraktiven Gefühlen.

Niemand will sie und doch sind sie wichtig
Diese unattraktiven Gefühle sollten ernst genommen werden. Sie wollen uns nicht quälen, sondern erfüllen eine wichtige Aufgabe in unserem Leben. Wer ihre Botschaft zu lesen weiß, kann belastende Gefühle zur Verbesserung der eigenen Lebensqualität nutzen. Vorausgesetzt, man bemerkt sie rechtzeitig UND reagiert darauf.

Der Sinn unangenehmer Gefühle

Es tut weh, wenn wir eine heiße Herdplatte anfassen. Der spürbare Schmerz bewirkt, dass wir die Hand spontan von der Gefahrenquelle ziehen.

Der körperliche Schmerz erzwingt Veränderung, was uns vor Schlimmerem bewahrt. Das ist es auch, was belastende Gefühle (= „geistiger Schmerz“) bewirken wollen: Veränderung!

Was kann verändert werden?
Ist es möglich, die jeweilige Situation zu ändern, dann sollte dies getan werden, um den Frust zu beenden. Ist jedoch eine Änderung der Situation nicht möglich, bleibt nur noch ein Weg, um belastende Gefühle abzustellen: Die Veränderung der persönlichen Sicht. Denn Sichtweisen nehmen wir körperlich als Gefühl wahr – angenehm bei konstruktiver, unangenehm bei destruktiver Sicht.

Norweger haben die Wahl – Sie auch!
Ein anschauliches Beispiel dafür stellen die BewohnerInnen der norwegischen Stadt Tromsø dar. Im Winter müssen diese fast 3 Monate ohne Sonne auskommen, in Kälte und Dunkelheit leben. Doch trotz des lang anhaltenden Lichtmangels, der eigentlich Depressionen fördern sollte, stellten Wissenschaftler fest, dass dies bei den BewohnerInnen der achtgrößten Stadt Norwegens ganz und gar nicht der Fall ist. Denn die Menschen aus Tromsø sehen diese Zeit in Dunkelheit (was sie nicht ändern können) nicht als etwas Unangenehmes, das es zu überstehen gilt, sondern vielmehr als eine angenehme Zeit des Rückzugs, mit romantischem Kaminfeuer, warmen Getränken und gemütlichem Beisammensein der Familien.

Ihr Nutzen
Unangenehme Gefühle wollen uns nie quälen, sondern stellen vielmehr eine wichtige Informationsquelle dar, die uns darüber in Kenntnis zu setzen versucht, dass eine Veränderung sinnvoll wäre. Doch nur der Wachsame nimmt dies bewusst wahr.

Viel Spaß im achtsamen Umgang mit sich selbst wünscht
Der GefühlsLOGIKER

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