Er war Konstrukteur, Erfinder und einer der erfolgreichsten Unternehmer der österreichisch-ungarischen Monarchie. Bereits 1898 baute er seinen ersten eigenen Motor. 1899 gründete er die Puch-Werke im österreichischen Graz, wo er Fahrräder, Motorräder und Automobile entwickelte und produzierte.
Sein innovativer Unternehmergeist legte den Grundstein für so legendäre Fahrzeuge wie den Puch Pinzgauer, den Puch Haflinger, aber auch den Puch G (Mercedes-Benz G-Klasse), der 1972 in Kooperation mit Daimler-Benz entwickelt wurde.
Puch selbst konstruierte vierzehn verschiedene Automodelle, die auch in der österreichischen Kaiserfamilie zufriedene Kunden fanden. 1909 wurde mit einem seiner Fahrzeuge der damalige Geschwindigkeitsrekord von 130,4 Stundenkilometer erzielt.
Zahlreiche Patente und Erfindungen sind Zeugen seines Ideenreichtums. So ist er auch dafür verantwortlich, dass sich selbst heute noch Fahrradspeichen überkreuzen und so jedes Rad stabiler machen. Im Jahr 1914, nur wenige Tage vor dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges, stirbt Johann Puch viel zu früh im 52. Lebensjahr. Ein großer Verlust für die gerade in die Gänge kommende Automobilindustrie.